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Pitchdeck-Praesentation auf Tablet

Kurzfassung: Ein verkaufendes Pitchdeck braucht im Mittel 8–12 Folien — nicht 30. Die fünf entscheidenden Folien sind: Problem-Statement, Status-Quo-Diagnose, Lösungs-Schaubild, Investment-Zahl, Nächster Schritt. Alles andere ist Zugabe.

Folie 1 — Problem-Statement (nicht „Über uns")

Der häufigste Fehler: Pitchdecks starten mit „Wer wir sind" und „Was wir machen". Falsch. Der Lead weiß noch nicht, warum er zuhören sollte — also fängt das Deck mit seinem Problem an, nicht eurem Logo.

Konkret: Eine Headline plus drei prägnante Sätze. Beispiel: „Bei 8 von 10 Mid-Market-SaaS-Unternehmen liegt die Outbound-Pipeline bei 0 — weil Inhouse-SDRs unbesetzt und externe Agenturen zu generisch sind. Die Folge: 30–40 % verlorene Marktanteile pro Quartal."

Wenn der Lead nickt, habt ihr gewonnen. Wenn nicht, war eure Setting-Qualifizierung schwach.

Folie 2 — Status-Quo-Diagnose

Hier zeigt ihr, dass ihr den Lead verstanden habt. Eine Folie mit den konkreten Punkten aus dem Setting-Call. Wörtlich. „Sie haben uns gesagt: Drei SDRs angestellt, alle innerhalb eines Quartals weg. Pipeline für Q4 leer."

Das ist nicht Pitch, das ist Spiegelung. Macht den Lead sicher: „Die haben zugehört."

Wenn ihr diese Folie nicht ohne Notizen halten könnt, war euer Setting-Call zu oberflächlich.

Folie 3 — Lösungs-Schaubild

Eine Folie, ein Schaubild. Nicht zehn Bullet-Points. Nicht ein Mind-Map. Ein klares, geometrisches Visual, das in 5 Sekunden lesbar ist.

Bei uns ist das oft der Sales-Cycle als Kreis. Bei euch ist es vielleicht der Ablauf eures Service. Bei Software-Anbietern oft ein Screen-Mock-up.

Regel: Wenn das Schaubild länger als 30 Sekunden Erklärung braucht, ist es zu komplex.

Folie 4 — Investment-Zahl

Konkrete Preisnennung. Mit klarer Logik. Mit Erfolgsvergütung, wenn ihr eine habt. Kein „auf Anfrage" — das killt Vertrauen.

Bei uns: Drei Pakete, drei Preise, klar gestaffelt. Plus: Revenue-Share, wo es passt. Plus: ein Satz „Mehr geht immer — wir bauen euch das maßgeschneidert."

Ein Pitchdeck ohne Preisfolie ist eine Hilflosigkeitserklärung. Wenn ihr eure eigenen Preise nicht stehen lassen könnt, wer dann?

Folie 5 — Nächster Schritt

Nicht „Danke für eure Aufmerksamkeit". Nicht „Kontakt unten". Sondern: ein konkreter, terminierter, nächster Schritt.

„Nächste Schritte: Innerhalb 48 h: Vertragsentwurf per Mail. Innerhalb 5 Werktagen: Onboarding-Termin und Kickoff. Operativer Start in Woche 3."

Das gibt dem Lead die Story für die interne Diskussion — und nimmt euch die Angst vor dem Closing.

Fünf Folien, die ihr getrost streichen könnt

  1. Detailliertes Team-Foto. Niemand merkt sich Namen. Maximal Gründer auf der „Über uns"-Folie, sonst raus.
  2. Lange Mission-Statement-Folie. „Wir glauben an Innovation und Kunden-Erfolg" — niemand glaubt das.
  3. Volle Kundenliste mit allen Logos. 3–5 starke Logos schlagen 30 mittelmäßige.
  4. Roadmap mit 12-Monats-Plan. Interessiert niemanden, der jetzt entscheidet.
  5. FAQ-Folien. FAQs gehören in eine Sales-Mail oder auf eine Webseite, nicht ins Pitchdeck.

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